18. Olympus Hamburg Marathon - Reiner_Doepke_2017

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18. Olympus Marathon Hamburg
25.04.2003 - Das Ziel ... und was kommt jetzt?
Das war es.

Zieleinlauf
Ich / es war geschafft. Meine Beine wollten nicht mehr, ich musste mich zwingen, weiterzugehen um die Medaille in Empfang zu nehmen, mir etwas zu trinken zu holen und mich anschließend zur Kleiderbeutelausgabe zu schleppen.
Wenn die Organisation bis zu diesem Zeitpunkt super war: Jetzt war sie erbärmlich: es gab nicht einen einzigen Stuhl oder eine Bank, auf der wir uns ausruhen konnten. Geschweige denn ein warmes Plätzchen. Viele lagen oder saßen auf den kalten Böden der Messehallen. Allerdings gab es auch viele, die noch so verdammt frisch aussahen.
Ich zog mir irgendwo ein paar trockene Sachen über und wechselte die Schuhe. Dann suchte ich meine Familie; als ich sie fand, war ich vollkommen entkräftet und von der Rolle. Es dauerte insgesamt ca. eine Stunde, ab Zieleinlauf, bis ich wieder Herr meiner Sinne war und wusste ob ich Männchen oder Weibchen bin. Mühsam unterdrückte ich Tränen. Tränen der Erschöpfung und der Erleichterung gleichermaßen. Glücklich? Nein nur froh durchgekommen zu sein.

   
Wieder in der Ferienwohnung angekommen, begutachtete ich meine Schäden: Die Knie taten weh, eine 3x2 cm große Blase unter dem rechten Fuß, eine kleine unter dem linken. Ein weiterer blauer Zehennagel und ein entzündeter Zeh. Aber sonst - geht’s wieder gut!
Um Lisas Frage zu beantworten, die sie mir kurz nach dem Lauf stellte: “Und - läufst Du weiter?” Ich denke ja... Irgendwo in einer kleinen Gehirnwindung gärt sicher schon der Gedanke an den nächsten Marathon.
Die Antwort auf die Fragen, die nicht nur ich selbst mir stelle, sondern auch von anderen gestellt bekomme: “Warum tust Du das” Warum quälst Du Dich und warum musstest zu so abnehmen”?  - die Antwort auf diese Fragen habe nicht bekommen



 
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